Arbeit und Hochschule – Organisierung, Arbeitskampf in der Wissenschaft (Stream A)

In der andauernden Ära des Neoliberalismus bleibt auch die Hochschule nicht von Umstrukturierungen verschont. Hochschulen sind keine öffentlichen Einrichtungen mehr, sondern Unternehmen, welche sich dem Wettbewerb stellen müssen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Bildungspolitik und die Auswahl der Bildungsinhalte. Wirklich Wert hat nur noch das was Geld einwirbt, und die Finanzierung der Hochschule sichert. Schlechte Studien- und Arbeitsbedingungen werden dafür in Kauf genommen. Im gleichen Atemzug werden demokratische Strukturen an den Hochschulen in Frage gestellt, oder auch umgangen. Einer der größten erfolgreichen Gegenbewegungen der letzten Jahre war die Abschaffung der Studiengebühren in allen Bundesländern (Baden-Württemberg führt gerade wieder welche für internationale Studierende ein). Aber es gibt auch Gegenbewegungen im Hinblick auf die prekären und entgrenzten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. In dem Workshop möchten wir uns gemeinsam mit den Teilnehmer*innen die Funktionsweise der neoliberalen Hochschule anschauen und Anknüpfungspunkte für Gegenbewegungen erarbeitet. Welche Initiativen gibt es an den Hochschulen, was machen die Gewerkschaften und was können gemeinsame erfolgsversprechende Ansätze sein, um die Arbeits- und Studienbedingungen zu verbessern?

Simone Claar und Frauke Banse arbeiten beide in der Fachgruppe Politikwissenschaft als Lehrende bzw. Forschende. Sie engagieren sich bei ver.di und der GEW und sind aktiv in der Kampagne UniKasselUnbefristet