Auf der Suche nach lebenswerten und bezahlbaren Städten (Stream A)

Bei Untersuchungen der steigenden Bodenpreise, sowie dem parallel anwachsenden Quadratmeterverbrauch (Wohnfläche pro Kopf) in Deutschland, wird jedem sofort klar, worin das Problem aktueller Baupolitik besteht. In München ist bspw. seit dem Ende des 2. Weltkrieges der Preis für Bauland um satte 37 000 %/m² gestiegen. Der Verbrauch von Wohnfläche pro Person ist im etwa gleichen Zeitraum von 14 m²/pro Person im Jahr 1948, auf 47 m²/pro Person im Jahr 2017 angestiegen.

Wir werden uns während des Workshops mit Grundlagen des Städtebaus und der Stadtentwicklung beschäftigen: Wie entsteht Bauland? Welche Prozesse und Formen der Beteiligung gibt es dabei? Was macht das Leben in der Stadt heute teuer? Zudem werden wir gemeinsam Filme anschauen und theoretische Abhandlungen lesen, welche sich mit Fragen des Wohnens in der Stadt im Kontext des Neoliberalismus in der Architektur und den wachsenden Standards auseinandersetzen. Abschließend sollen bereits bestehende alternative Formen des Wohnens diskutiert und der Status Quo infrage gestellt werden.

Carsten Pieper arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung der Universität Kassel. Sein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung arbeitsteiliger Großstadtregionen. Zuvor studierte er an der Bauhaus-Universität in Weimar und am Blekinge Institute of Technology und arbeitete u.a. in Windhoek, Namibia, sowie in der Metropolregion Hamburg.

Maximilian Einert ist Absolvent der TU Delft, an welcher er seine Masterarbeit zum Thema räumliche Entwicklung in einer post-kapitalistischen Ökonomie verfasst hat. Zuvor studierte er Urbanistik an der Bauhaus-Universität in Weimar sowie am Blekinge Institute of Technology. Sein Schwerpunkt liegt auf der wechselseitigen Beziehung zwischen ökonomischen und räumlichen Entwicklungen sowie deren städtebaulichen Ausprägungen.