Crashkurse

Zeiten der Crashkurse:
2-Stündig: Mo, 25.07., 17:00h – 18:30h / Di, 26.07., 9:30h – 11:00
4-Stündig: Mo, 25.07., 17:00h – 18:30h & Di, 26.07., 9:30h – 11:00h

 

Name Titel und Kommentar
Simone Claar

Alexander Gallas
Antagonism and Domination: An Introduction to Class Theory and Class Analysis

Debates on social and economic inequality abound in recent years, but there is limited reflection on how inequality is linked systematically to social conflict and social domination. In light of this, we believe it is worth revisiting materialist conceptions of class and class struggle. We will start from Nicos Poulantzas’s work, who sees class not just as an economic, but also as a political and ideological issue. After assessing the strengths and weaknesses of this approach, we will branch out into a more general discusssion on how to address the various criticism of class theory and class analysis that have been voiced, in particular, by mainstream economics and poststructuralist social theory. (4 stündig Mo. & Di.)

Christa Wichterich
Nicht nur Silvester, Köln: Sexismus, Rassismus und Gewalt

In den aktuellen Diskursen zur Flüchtlingssituation hat die Figur des sexuell unkontrollierten, schwarzen Mannes als Bedrohung für die weiße Frau eine zentrale Bedeutung gewonnen. Das Dickicht von neokonservativen, xeno- und islamophobischen und anti-feministischen Argumenten muss entzerrt und in seiner herrschaftssichernden Funktion offengelegt werden. (2 stündig Mo.)

Norma Tiedemann / n.n.
Urban Revolutions? Cities and Urban Protest in Times of Neoliberal Capitalism

Urban space as a specific arena for social struggles became again visible in the course of the Arab Spring and later the global financial and economic crises where squares and public places were hit by protests in many cities all over the world. Conflicts over affordable housing, displacement, forced evictions and democratic participation are often negotiated within the urban context. We thus want to ask how urbanisation and capitalism are actually connected, how gentrification can be explained, what characterises neoliberal city development and which emancipatory perspectives (e.g. a Right to the City) have been emerging to oppose these developments. (2 stündig Di.)

Kwesi Aikins

Floris BiskampAram Ziai
Willkommen in Zhengistan, Äthiopier_innen! Eine Einführung in die postkolonialen Studien

Postkoloniale Studien befassen sich mit den Auswirkungen des Kolonialismus auf gegenwärtige Denk-und Handlungsmuster. Im Kurs werden beispielhaft solche Muster aufgezeigt und postkoloniale Theorien, Konzepte und Fragen vorgestellt. Außerdem machen wir einen kleinen Ausflug nach Zhengistan. (2 x 2 stündig Mo. & Di. oder 1 x 4 stündig Mo.)
Jenny Simon
Marx Kritik der politischen Ökonomie – eine Einführung

Wer den Kapitalismus verstehen will, kommt um Karl Marx´ Kritik der politischen Ökonomie nicht herum. Der Crashkurs bietet einen Einstieg in die Marxsche Analyse kapitalistischer Gesellschaften, ihre zentralen Konzepte und Einsichten. Um deren analytischen Gehalt und Aktualität nachzugehen, diskutieren wir Marx Perspektive mit engem Bezug auf heutige Entwicklungen – von der Zunahme sozialer Ungleichheit oder Privatisierungsprozessen bis hin zur jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise. Zudem werden Anregungen zu einer weiteren Beschäftigung mit Marx gegeben und ein Blick auf die aktuelle marxistisch fundierte Theorieentwicklung geworfen. (4 stündig Mo. & Di.)

Anne Engelhardt
Junias Omollo
Portugal: Musterschüler oder Rebell?

Als Teil der verunglimpften ‚PIIGS-Staaten‘ geriet Portugal zu Beginn der Euro-Krise 2010 in den Strudel von Schulden und Kürzungsauflagen seitens der Troika. Wenige Jahre später konnte es – im Gegensatz zu Griechenland – dem ‚Rettungsschirm‘ von EZB, IWF und EU wieder entschlüpfen. Als Müsterschüler gepriesen, ist das Land mitnichten dort, wo es vor der Krise stand. Die Kürzungsauflagen, Flexibilierung und Prekasisierung wirken sich vor allem auf lohnabhängige junge Menschen aus. Von den fünf Generalstreiks, den Massendemonstrationen und Flashmobs – wie den Gesangseinlagen Duzender Aktivist*innen während der Haushaltsdebatten – hörte man hierzulande wenig. Waren die Bewegungen gegen die Kürzungen erfolgreich? Wie sahen sie aus? Und was passiert unter der aktuellen Mitte-Links-Regierung, die gerade als Vorbild für Spanien dienen soll? Diese Fragen sollen in diesem Crashkurs behandelt und mit Videos und einem kurzen Input vertieft werden. (4 stündig Mo. & Di.)

Michael Fütterer

Markus Rhein

Rethinking Unions – Die Suche nach einer anderen Gewerkschaftsbewegung?

Von einer Krise der Gewerkschaftsbewegung zu sprechen, ist nichts Neues. Eine Vielzahl von Debatten dreht sich um die Ursachen der Krise sowie die Potenziale für die Erneuerung der Gewerkschaften. Meistens wird dabei der Machtverlust der Gewerkschaften in den Blick genommen und Möglichkeiten, ihm zu begegnen. So wichtig dies ist, gelingt es dabei doch selten die Veränderungen im globalen Kapitalismus ausreichend zu berücksichtigen und den Machtverlust zu kontextualisieren. In dem vierstündigen Crashkurs wollen wir untersuchen, welchen Herausforderungen Gewerkschaften heute gegenüberstehen, wie sie bislang darauf reagiert haben und welche Strategien derzeit erprobt werden, um die Gewerkschaftsbewegung zu erneuern. Wir wollen über Möglichkeiten von grenzübergreifenden Strategien sprechen und diskutieren, was eine veränderte Gewerkschaftsbewegung heute bedeuten kann. (2 stündig Di.)

Rethinking Unions – Towards a new trade union movement?

It is nothing new to speak of a crisis within the trade union movement. Multiple debates turn on the root causes of this crisis as well as on the potentials for a revitalization of trade unions. Most of the times the focus lies on the loss of power and the possibilities to deal with it. As important as this is, those debates often fail to consider the context of this loss of power in a changing global capitalism adequately. In this workshop, we want to scrutinize which are the challenges for a trade union movement today. We want to examine how they responded to those and what the current strategies for a trade union renewal are. We want to talk about possibilities of cross-border-strategies and discuss what a new trade union movement could mean today. (2 stündig Mo.)

Friederike Habermann
WORKSHOP BEREITS VOLL. KEINE WEITERE BELEGUNG MÖGLICH.

Herrschaftsverhältnisse zusammendenken und –bekämpfen

Die Zuspitzung der ökonomischen Ungleichheit geht teilweise einher mit erneuter Hinwendung zum Hauptwiderspruch durch linke Akademiker(innen). Eine Möglichkeit, Herrschaftsverhältnisse zusammen zu denken, ohne sie auf Ökonomie zu reduzieren, stellt die Subjektfundierte Hegemonietheorie dar, eine Kombination postmarxistischer, postfeministischer und postkolonialer Grundlinien. Daraus ergeben sich Überlegungen, welchen notwendigen Bedingungen eine emanzipatorische Gesellschaft zu genügen hätte. (4 stündig Mo. & Di.)

Andreas Eis
Bildung – MACHT – Subjekte: herrschaftskritische Ansätze Politischer Bildung

Politische Bildung ist untrennbar mit der Zielperspektive individueller und kollektiver Emanzipation verbunden. Somit steht die Frage nach den Möglichkeiten und Hindernissen einer solidarischen Selbstbefreiung von Fremdbestimmung, Unterdrückung und vielfachen Formen der Ausgrenzung, Diskriminierung und Prekarisierung im Mittelpunkt einer an der Ermächtigung des demokratischen Selbst orientierten Politischen Bildung. Im Crashkurs werden ausgewählte „klassische“ und aktuelle Ansätze Politischer Bildung vorgestellt, deren Ausgangspunkt die Kritik von Macht- und Herrschaftsverhältnissen in Schule, Universität u. a. Bildungsinstitution darstellt. Dabei wird gezeigt, inwiefern liberale Demokratie- und Bildungsmodelle das mündige, autonome Subjekt bereits voraussetzen, während soziale und hegemoniekritische Demokratiekonzepte zunächst nach den Voraussetzungen für gesellschaftliche Lernprozesse sowie für gelungene oder verhinderte Teilhabe und kollektive Selbstregierung fragen. (2 stündig Di.)

Ismail Doga Karatepe

Christian Möllmann

Methods of critical theory: Marx and Foucault 

 

Robert W. Cox once described ‚critical theory‘ as the one which „stands apart from the prevailing order of the world and asks how that order came about. Critical theory […] does not take institutions and social and power relations for granted but calls them into question by concerning itself with their origins and how and whether they might be in the process of changing.“ But how is it possible to grasp such origins and processes of change in a systematic, respectively scientific way? This course explores into this problematic by introducing the dialectical and genealogical methods as of  Marx and Foucault. Some time will also be reserved for discussing the (possible) significance for the work/research of course participants. Although held in English, course participants can also make contributions in German. (4 stündig Mo. & Di.)

Aishah Namukasa
A critical analysis of the lived human rights experiences of migrants and refugees

In this course, we will critically examine both labour and forced migration, human rights experiences of migrants regardless of the distinction between refugees and labour migrants. We will examine the gender, class and age among other categories of both migrants and refugees that contribute to their human rights experiences. Lastly we will examine forced migration and lived experiences of the receiving, transit societies and refugees and what possible solutions are available. (4 stündig Mo. & Di.)

Joscha Wullweber
Finanz- und Eurokrise

Der Crash-Kurs gibt einen Einblick in verschiedene Erklärungsmuster für Finanzkrisen und insbesondere die globale Finanzkrise von 2007-2009 und die seitdem andauernde Eurokrise. Nach einer kurzen Einführung in bestehende Analysen und die ihnen uugrunde liegenden Theorien (mit Fokus auf neoliberale, keynesianische, marxistische und poststrukturalistische Theorien) könnten folgende Fragen diskutiert werden: Wie entstehen Finanzkrisen? Kann es Kapitalismus ohne Finanzsystem (und ohne Finanzkrisen) geben? Was hat sich nach der globalen Finanzkrise von 2007 verändert? (2 stündig Di.)

Stefan Laser

Fabian Pittroff
Kritik der Kritik

Kritik ist ein Hindernis. Nicht selten führt sie zu voreiligen Schlüssen, bestätigt bereits feststehende Urteile oder stärkt sogar das Kritisierte. So nutze die Kapitalismuskritik der 68er nicht zuletzt der Erneuerung des Kapitalismus. Deshalb erkundet dieser Workshop Alternativen und experimentiert mit einer neuen Version von Kritik, wie sie vor allem in der französischen Soziologie entwickelt wurde. (4 stündig Mo. & Di.)

Michaela Schulze.
Familienpolitik im kritischen Diskurs

Häufig wird die deutsche Familienpolitik dafür kritisiert, dass sie im Vergleich zu anderen Ländern eher wenige und wenig umfassende Leistungen anbietet. Andererseits wurden in den letzten Jahren zahlreiche Reformen verabschiedet, die darauf hindeuten, dass die Leistungen der Familienpolitik weiter ausgebaut werden (bspw. Kinderbetreuung). In diesem Crashkurs wollen wir gemeinsam die verschiedenen Leistungen der Familienpolitik betrachten und diese gemeinsam kritisch dahingehend zu diskutieren, wie zukunftsträchtig bzw. reformbedürftig diese Leistungen sind. (2 stündig Di.)

Jens Wissel
Fabian Georgi
Kritische Europaforschung

In der Krise der Europäischen Union wird besonders deutlich, dass die Europaforschung von affirmativen Ansätzen dominiert ist. Zu den mit der Krise verbundenen massiven Prozessen der Entdemokratisierung hat der Mainstream wenig zu sagen, grundsätzliche Fragen nach politischer Herrschaft werden nicht gestellt. In dem Workshop soll in andere Perspektiven auf die Europäische Union eingeführt werden: Neogramscianische, neopoulanztianische und auch feministische Ansätze gehen von einer in sich widersprüchlichen kapitalistischen Gesellschaftsformation aus und fragen danach, welche gesellschaftlichen Kräfte und welche Interessen im Integrationsprozess hegemonial oder dominant sind. (2 stündig Mo.)

Hannah Hecker

Moritz Elliesen
Politische und menschliche Emanzipation bei Marx

In der im Jahr 1843 erschienen Streitschrift Zur Judenfrage reflektiert Marx die Trennung zwischen dem politischen Staat und der bürgerlichen Gesellschaft, die für die Moderne konstitutiv ist. Marx geht es nicht darum, einzelne Missstände der parlamentarischen Demokratie zu benennen, sondern um eine radikale Kritik dieser Trennung, die für Marx insgesamt eine problematische Form intersubjektiver Verhältnisse institutionalisiert. Der Text wird selten explizit rezipiert, obwohl er zentrale Argumentationsfiguren enthält, deren Nachvollzug auch in Bezug auf die gegenwärtigen Krisendiagnosen der parlamentarischen Demokratie Anknüpfungspunkte liefern können. Im Crashkurs sollen zentrale Textpassagen gemeinsam gelesen und diskutiert werden. (2 stündig Mo.)

Werner Ruf
Die – kurze – Geschichte der Kritischen Friedensforschung in der BRD

Mit den politischen Umbrüchen Ende der 60er Jahre begann, angeregt durch den damaligen Bundespräsidenten Heinemann, eine institutionalisierte Förderung der sich konstituierenden Friedensforschung. Ihr gesellschaftskritischer Impetus ging in den letzten Jahren weitgehend verloren. Dies ist u. A. zurückzuführen auf das Ende der Bipolarität und die zunehmende Abhängigkeit wissenschaftlicher Forschung von Drittmitteln. (2 stündig Mo.)

Alex Hiller

Dirk Martin
Gouvernementalität und Staat

Der von Foucault in einer Vorlesung zum Verhältnis von Sicherheit, Territorium und Bevölkerung entwickelte Begriff der Gouvernementalität ist Gegenstand des Crashkurses. Für Foucault ist Gouvernementalität eine Regierungsweise, die den modernen Staat dominiert. Es sollen deshalb die grundlegenden Bestimmungsmerkmalen des Konzepts der Gouvernementalität thematisiert und auch danach gefragt werden, welchen Beitrag der Begriff zu einer materialistischen Staatstheorie zu leisten vermag. (2 stündig Di.)

Julian Müller
Introductory Course Corporate Research

How can we use publicly available information about corporations to examine their activities critically and provide material for campaigning and public debate? This is a problem that regularly arises in investigative journalism, NGO work and political campaigning. This introductory course provides an overview of existing and easily available sources of information and techniques for analysing them. The focus will be on what is probably the most valuable source: companies‘ annual reports and how to examine them. The course will also touch upon concrete issues and campaigns in which this kind of investigation plays an important role, especially financialisation and tax. (4 stündig Mo. & Di.)

Franziska Dübgen

Liza Mattutat
Strafrechtskritik als Herrschaftskritik

Dem eigenen Anspruch nach soll das Recht aller willkürlichen Herrschaft von Menschen über Menschen ein Ende setzen, indem es allgemeine Gesetze und neutrale Verfahren bereitstellt. Im Crashkurs „Strafrechtskritik als Herrschaftskritik“ wollen wir zeigen, wie sich dennoch immer wieder partikulare Interessen im Recht durchsetzen. Dazu nehmen wir die selektiven Mechanismen des Strafrechts in den Blick und zeigen, wie sie sozial ungerechte Strukturen reproduzieren. Nach einer Einführung in herrschaftskritische Rechtstheorien im ersten Teil des Workshops wenden wir uns im zweiten Teil konkreten Fällen zu, an denen wir ebendiese Mechanismen gemeinsam untersuchen werden. (4 stündig Mo. & Di.)

Gianna Dalfuß

Natalia Frantz
Meet and Greet mit Antonio Gramsci

Den Teilnehmer*innen des Crashkurses zu Antonio Gramsci bietet sich die Möglichkeit einen Klassiker der politischen Theorie „persönlich“ kennenzulernen. Der Crashkurs stellt die wesentlichen Gedanken und Konzepte Gramscis dar und bietet somit eine gute Grundlage für weitere Forschungsvorhaben und Seminare. Ganz im Sinne des Meet an Greet Konzeptes bietet die zweistündige Begegnung mit Antonio Gramsci auch Erkenntnisse zu der Person selbst und die Möglichkeit zum Diskurs. Dieser Crashkurs wird von Studierenden gestaltet, wir freuen uns auf interessante Gespräche mit euch und Ihnen. (4 stündig Mo. & Di.)

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