Einführungsworkshop: Rassismus, Staat, Migration (Crashkurs)

Der französische Philosoph Étienne Balibar hat sich als einer der ersten Theoretiker umfassend mit dem Verhältnis von Rassismus und der Migrationspolitik der Europäischen Union beschäftigt. Vor 30 Jahren erschien sein mit Immanuel Wallerstein verfasstes Buch „Race, Class, Nation“, in dem sie Rassismus als ein soziales Verhältnis bestimmen, das unverbrüchlich mit den gesellschaftlichen Strukturen verbunden ist. Wir wollen das Jubiläum dieser wichtigen Schrift zum Anlass nehmen im Rahmen eines Workshops in die Theorie von Balibar einzuführen. Dazu werden wir klassische Texte von Balibar zur Grundlage nehmen, aber auch Aktualisierungen seiner Ansätze einbeziehen (zB Nicholas de Genova). Der Workshop dient dafür ein grundlegendes Verständnis über das Verhältnis von Rassismus, Staat und Migration im Kontext der aktuellen Krise europäischer Migrationspolitik zu vermitteln.

Max Pichl promoviert an der Universität Kassel über emanzipatorische Rechtspolitik und arbeitete zuvor rechtspolitischer Referent bei Pro Asyl.

Neva Löw, Magistra der Philosophie und Master of Arts, studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik und anschließend als politische Referentin im Europabüro des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Im Anschluss studierte sie Labor Economics an der Global Labor University/Universidade Estadual de Campinas (UNICAMP). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Migrations- und Gewerkschaftspolitik sowie Europaforschung.

Mario Neumann, Mario Neumann, Dipl.-Soziologe, studierte in Frankfurt am Main. Er war anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Solidarische Moderne (ISM) in Berlin mit den Arbeitsschwerpunkten Europa, Demokratie, Linksregierungen und Migration. Gegenwärtig forscht er zum Zusammenhang von staatlicher Migrations- und Arbeitsmarktpolitik und zur Integrationspolitik nach dem „Sommer der Migration“.

Die drei arbeiten zur Zeit in der Forschungsgruppe http://beyond-summer15.eu/