Entfremdung I (Crashkurs)

Auch wenn nach wie vor gilt: „Lieber Marx statt Murks“ wird dieser Klassiker der Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft in unserer Veranstaltung selbst nicht zu Wort kommen. Stattdessen umkreisen wir den von ihm maßgeblich geprägten Begriff der Entfremdung anhand philosophischer Texte, die das marxsche Denken wesentlich beeinflusst haben oder aus ihm hervorgegangen sind. Der Crashkurs wird dazu dienen, die Genese des Begriffs in der Moderne von Kant zu Hegel nachzuzeichnen, während im Workshop anhand einer Lektüre Benjamins die spezifischen Formen von Entfremdung im Kontext spätkapitalistischer Gesellschaften diskutiert werden sollen. Die Absicht ist eine doppelte, in sich zusammenhängende: Eine über die Veranstaltung hinausgehende, fundierte Lektüre historisch materialistischer, bzw. dialektischer Texte zu ermöglichen, sowie die Bedingungen einer solchen Möglichkeit (in unserem konkreten Fall ist das der Rahmen eines Crashkurses und Workshops in einer „Herrschaftskritischen Woche“) zu reflektieren und in diesem Kontext den Blick für Momente der Entfremdung zu schärfen. Crashkurs und Workshop beziehen sich aufeinander, daher ist eine Teilnahme an beiden Veranstaltungen zu empfehlen, wenngleich nicht zwingend notwendig.

Johannes Hocks: promoviert in Philosophie zu Spinoza und Plessner, hält den Bahnrekord auf der 70m Wasserrutsche im Tropicana Stadthagen

Marcus Freymuth: Studiert Philosophie und Germanistik, ist Sohn eines Stadtmeisters im Carrerarennen  

Simon Wuttke: Studiert Philosophie und PoWi, ist passionierter Halbmarathonläufer mit kritischer Haltung

Jannis Reh: Studiert Philosophie und Germanistik, bekam als Kind Ohrenschmerzen von Milch und wollte anschließend mit Rap charten