Kritiklernen – in und wider die Bildungsinstitutionen (Stream A)

In unserem Workshop wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, ob und wie ein Kritiklernen in und wider die Bildungsinstitutionen aussehen könnte. Wir wollen uns im Workshop mit differenten theoretischen Ansätzen (insbesondere Gramsci und Althusser) auseinandersetzen. Besondere Aufmerksamkeit soll dabei dem Alltagsverstand und dessen Sinnbildungskompetenzen geschenkt werden. Vor diesem theoretischen Hintergrund wollen wir unsere praktisch erworbenen positiven und negativen Erfahrungen in Kinderladen und Schule gemeinsam mit den Workshopteilnehmer*innen reflektieren.

Literatur: Im Vorfeld sollten nach Möglichkeit folgende Texte gelesen werden:

  1. Louis Althusser (2010): Ideologie und Ideologische Staatsapparate. In: Frieder Otto Wolf (Hg.), VSA Verlag.
  2. Andreas Merkens (2004): „Erziehung und Bildung im Denken Antonio Gramscis. Eckpunkte einer intellektuellen und politischen Praxis“. In: Ders. (Hg.). Antonio Gramsci. Erziehung und Bildung. Gramsci-Reader, Hamburg, Argument Verlag, S. 6-46.

Ulrike Schneider hat sich in ihrer literaturwissenschaftlichen Dissertation mit Louis Althussers’ Subjektbegriff auseinandergesetzt und erfährt in ihrer alltäglichen Praxis als Erzieherin in einem Kinderladen, mit welchen (Un-)Möglichkeiten des Kritiklernens Kinder in ihrer Sozialisation konfrontiert sind.

Juliane Hammermeister reflektiert in ihrer Dissertation den Gramscianischen Alltagsverstand vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeit als Lehrerin an einer Gesamtschule. Dabei wirft sie die Frage auf, inwiefern der Alltagsverstand durch die bestehende Gesellschaft und deren Institutionen bestimmt wird und inwiefern Widerständigkeiten daraus erwachsen können.