Marx als Herausforderung für die moderne Mainstream-Ökonomik (Crashkurs)

Marx ist wieder „in“. Das liegt sicher nicht nur an den beobachtbaren Instabilitäten im Finanzsektor, sondern auch an den blinden Flecken der Mainstream-Lehre, die in Gestalt der Mikro- bzw. Makroökonomik die Lehrpläne an den Universitäten und in der Forschung dominiert. Welche Botschaften hält Marx für diesen Bereich bereit und können diese Botschaften heute noch überzeugen?

In diesem Kurs sollen die wichtigsten Überlegungen aus dem Marxschen „Kapital“ vorgestellt und kritisch diskutiert werden. Auf dieser Grundlage soll die Frage behandelt werden, inwieweit darauf eine Kritik an der gegenwärtig herrschenden Ökonomik aufgebaut werden kann.

Frank Beckenbach war von 1999-2018 an der Universität Kassel im Bereich der Volkswirtschaftslehre (insbesondere Umwelt- und Verhaltensökonomik) als Professor tätig. Er hat  viele durch Drittmittel finanzierte Forschungsprojekte durchgeführt, in denen jeweils konkrete Probleme (aus den Bereichen unternehmerische Innovation, Stoffstrom, Umweltpolitik usw.) durch Kombination unterschiedlicher Methoden analysiert wurden. Nicht zuletzt durch diese Forschungspraxis ist er zu einem Kritiker der heute dominanten Ökonomik geworden. Entsprechend hat er sich in jüngster Zeit ausdrücklich mit der Frage beschäftigt, was diese herrschende Ökonomik ausmacht und welche Wissenschaftspraktiken mit ihr verbunden sind. Für die sich daraus ergebende Umorientierung auf einen Pluralismus in Forschung und Lehre hat er diverse Beiträge verfasst.