Partizipation und Sinn statt Hierarchie und Geld? – Was Mitarbeiter bewegt… (fällt aus!)

Der Kurs fällt leider aus!

Arbeit ist Arbeit und das wirkliche Leben beginnt erst nach Feierabend – oder nicht? Ist eine solche Herangehensweise an den eigenen Job noch aktuell und vor allem zukunftsfähig? Was ist uns wichtig bei der Arbeit? Wie sieht ein attraktiver Arbeitgeber aus und was muss uns dieser bieten, damit wir auch langfristig für ihn arbeiten wollen und zudem motiviert und zufrieden sind?

In der Wirtschaftspsychologie kommt man nicht darum herum sich mit diesen oder ähnlichen Fragen zu beschäftigen – sollte man meinen. Häufig nimmt die Forschung jedoch leider eine andere Perspektive ein: Es geht nicht darum, wie die Bedürfnisse und das Wissen der Mitarbeiter*innen sinnvoll einbezogen werden können, sondern es werden unter anderem jene Möglichkeiten der Kontrolle und Überwachung am Arbeitsplatz ausgelotet, deren Erfolg kurzfristig in Zahlen messbar zu sein scheint. Nachhaltige und partizipative Konzepte existieren zwar, gehen aber oft in der Masse der psychologischen Theorien, Modellen sowie „gut-gemeinter“ Handlungsempfehlungen unter. Kein Wunder also, dass die Kluft zwischen evidenzbasierter Theorie und Praxis oft weit auseinander klafft.

Ziel des Workshops soll es daher sein, Begriffe wie „Arbeit“ und „Beschäftigung“ gemeinsam kritisch zu hinterfragen und mit den Teilnehmenden – vor allem vor dem Hintergrund ihrer eigenen Bedürfnisse als Arbeitnehmer*innen – neu auszuleuchten, um Arbeit nicht nur anders, sondern auch interessengeleitet zu denken. Wie können nachhaltige sowie partizipative Konzepte und Methoden im Personalmanagement aussehen? Wo liegen die wesentlichen Potenziale und die größten Herausforderungen? Welche Rolle spielen wir als Arbeitnehmer*innen überhaupt? Oder welche Rolle sollten wir spielen?

Theorie und Praxis liegen bekanntlich oft weit auseinander – so der Volksmund. Das dies aber nicht immer der Falls sein muss, zeigen Sabrina Müller (seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am FG Wirtschaftspsychologie der Universität Kassel), Daniel Witte und Lukas Rottmann (Gründer von theoretisch praxisnah – Beratung für praktische Wirtschaftspsychologie), die sich gemeinsam für nachhaltige, sinnstiftende und partizipative Konzepte des Personalmanagements einsetzten und hierzu empirisch geprüfte, wirtschaftspsychologische Modelle und Theorien vor dem Hintergrund des praktischen, unternehmerischen Handelns neu hinterfragen. Das sie dies auch gemäß der obigen Beschreibung auch im Workshop tun werden, liegt also auf der Hand.