Sexarbeit, Politik und Gesellschaft (Stream A)

In diesem Workshop wollen wir uns dem Thema Sexarbeit aus feministischer und sozialarbeiterischer Perspektive nähern. Neben Praxisberichten aus der Sozialen Arbeit zu den Situationen und den Bedingungen der Frauen*, die in Kassel der Straßenprostitution nachgehen, diskutieren wir diesbezügliche gesellschaftliche Fragen und die vorherrschenden Diskurse zum Thema. Wie wird Sexarbeit gesellschaftlich verhandelt? Wie finden Sexarbeit und Prostitution in Deutschland statt? Wer sind die Menschen, die in Kassel auf den Strich gehen? Welche Auswirkungen haben Politik und Gesellschaft auf die Sexarbeit? Unter anderem werden wir uns mit den Folgen des neuen Prostituiertenschutzgesetzes (in Kraft seit dem 01.07.2017) beschäftigen.

Ziele des Workshops sind eine Sensibilisierung für die Lebenssituationen marginalisierter Menschen, Stereotype zu hinterfragen, sowie ein Wissensaustausch, der zur weiterführenden solidarischen, offenen und kritischen Beschäftigung mit der Thematik einlädt.

Die Referentin studierte Soziale Arbeit, Soziologie und Philosophie an der Universität Kassel und war als studentische Mitarbeiterin im Fachgebiet der Politischen Theorie beschäftigt. Sie arbeitet mit einem feministischen Selbstverständnis derzeit beim Diakonischen Werk Region Kassel als Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin mit Sexarbeiterinnen und Opfern von Menschenhandel.