Was ist Kritik? (Crashkurs)

Was ist Kritik? Ist reflexives Denken auch kritisches Denken? Macht kritisches Denken mündig? Ist Kritik (immer) emanzipatorisch? Inwiefern ist eine kritische Haltung auch eine skeptische? Und warum wollen oder sollen wir eigentlich kritisch sein?

Diese und weitere Fragen wollen wir innerhalb des Crashkurses nicht zur Klärung bringen, sondern zur Diskussion stellen. Es soll ausdifferenziert, präzisiert und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, wie es um die „hochgelobte Kritik“ bestellt ist. Wir wollen gemeinsam – in der Reflexion unserer und eurer Kritikverständnisse – eine Sensibilität für die unterschiedlichsten Deutungen des Kritikbegriffs schaffen. Ausgehend von der scheinbar gesellschaftlichen Omnipräsenz der Kritik wollen wir versuchen zu erschließen, was für diverse Eigenheiten und Eigenschaften hinter den verschiedensten Formen des Kritikbegriffs stehen.

Für alle, die nach dem Crashkurs noch nicht genug Kritik an der Kritik geübt haben, bieten wir genau dazu einen Workshop (Ist das Kritik? – Reflexionen zum Kritikbegriff.) an. Die Teilnahme am Crashkurs ist dafür natürlich keine Bedingung.

Simon Rettenmaier hat an der Universität Kassel Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Er promoviert in der Philosophie, seine thematischen Schwerpunkte sind in der politischen Theorie, sowie der Wissenschafts- und Bildungstheorie beheimatet. Beruflich ist er als Pädagogischer Mitarbeiter und Dozent in der Erwachsenenbildung tätig.

Frederik Metje hat an der Universität Kassel Politikwissenschaft, Geschichte, Erziehungswissenschaft und Philosophie studiert. Er ist Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung und arbeitet zu poststrukturalistischen Theorien, Affekt- und Emotionsforschung sowie politischer Bildungsphilosophie.

Verena Häseler hat an den Universitäten Hildesheim und Kassel Philosophie und Theaterwissenschaften studiert. Sie interessiert sich besonders für (Medizin)Ethik, Ethik der Alterität, Sozial- und Bildungsphilosophie sowie die Philosophie(n) der Postmoderne.