Feministische Wissenschaftstheorie – Ein Überblick (Crashkurs)

Welche Rolle spielt die Kategorie Geschlecht bei der Generierung von wissenschaftlichem Wissen? Welche Auffassungen von Wissen beinhalten implizite oder explizite Geschlechtsstereotypen?  Welche Machtverhältnisse werden durch eine feministische Kritik an wissenschaftlicher Praxis deutlich?

Im Rahmen des Crash-Kurses werden wir uns mit Grundbegriffen und Konzepten der (feministischen) Wissenschaftstheorie und -kritik auseinandersetzen. Außerdem werden wir uns anschauen, wie sich eine feministische Perspektive auf die Forschungspraxis auswirken kann und was feministische Wissenschaft auszeichnet. Im Fokus sollen vor allem Herrschafts- und Machtverhältnisse stehen, die sich aus Diskursen über Deutungshoheit, Objektivität, Verhältnisse zwischen Forscher*innen zu ihren Forschungsobjekten und dem Herstellen von Dichotomien ergeben

Anna Klassen ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum im DFG-Projekt „Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte, Tierphilosophie und Philosophie der Biologie und Medizin. Sie war von Oktober 2016 bis Februar 2018 Botschafterin der Society for Women in Philosophy (SWIP) an der Universität Kassel.