Verwicklung anerkennen – Entwicklung zurückweisen – Abwicklung organisieren (Stream B)

Der Westen sieht sich gern als Zentrum der Vernunft, des Erfindungsreichtums und der Menschenrechte. Das haben antikoloniale Kritiker*innen immer schon als scheinheilig enthüllt: Mit den Worten Frantz Fanons sind „der Wohlstand und der Fortschritt Europas mit dem Schweiß und den Leichen der Kolonisierten errichtet worden“. Dieser Workshop führt in die kolonialen Verwicklungen ein, die das Fundament von „Entwicklung“ und „Unterentwicklung“ bilden. Dann beschäftigen wir uns mit der grundsätzlichen Kritik an Entwicklungspolitik und -hilfe („Post-Development“), die diese als rassistisch, paternalistisch und autoritär ablehnt. Zum Abschluss wollen wir die alternative Idee der „Abwicklung“ diskutieren. Danach muss die ökonomische und militärische Macht im Globalen Norden verringert werden und die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen selbst sichergestellt werden, damit Gesellschaften in den ehemals kolonisierten Weltgegenden selbstbestimmte Wege gehen können.

Franziska Müller ist unbefristet an der Uni Kassel mit Basketballspielen beschäftigt. Daneben engagiert sie sich in der Forschung und Lehre zu Energiewende in Sambia, Südafrika und Ghana.

Aram Ziai ist Lehrkraft für übliche Aufgaben.

Daniel Bendix findet Kassel gar nicht so hässlich. Nach dem Ausstieg aus dem mittleren Basketballdienst wegen diverser Knie- und Dienstaufsichtsbeschwerden, widmet er sich freiberuflich dem Tischtennisspiel. Sein Ziel ist CEO des transnationalen Tischtennisunternehmens „Pingpong for Peace“ zu werden.